Die Watschen sind zu wenig: Markus Rogan braucht mehr Biss


Die Straße zum Ruhm ist von Staub bedeckt. Und wer Nationalheld in Österreich werden will, muss sich in diesem Staub wälzen wie ein Wiener Schnitzel in der Panier. Talent, Fleiß und Beharrlichkeit in Ehren. Aber zur Ikone braucht es mehr: Vor Aufstieg kommt Fall, vor Glück kommt Elend. Wer Achtung will, muss leiden. Das war bei Thomas Muster so, der in ein Auto lief, um, als der Trümmerbruch verheilt war, zu triumphieren. Oder bei Hermann Meier, der nach spektakulärem Motorradunfall zurück in die Siegeszone raste. Markus Rogan, der Aal unter den österreichischen Nationalheldenschaftsanwärtern, hat diesen Zusammenhang durchschaut, agiert aber noch zu verhalten. Ein paar Watschen vom römischen Türlsteher reichen nicht. Da muss Ärgeres her, ein Haibiss zum Beispiel. Sonst wird es nix mehr mit dem Ruhm.

Glosse in Falter 32, Seite

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About Matthias Bernold

Matthias G. Bernold ist ein österreichischer Journalist, Jurist und Fotograf. Er lebt derzeit in New York.

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