Archive | Uncategorized RSS feed for this section
Im Garten der Villa des Literarischen Colloquiums

Lesung beim Sommerfest des Literarischen Colloquiums Berlin

Für die längste, mit Muskelkraft geschaffte Anreise gewährten mir die Gäste beim Sommerfest des Literarischen Colloquiums am Berliner Wannsee (18. August 2012) einen kräftigen Applaus. Überhaupt war die Lesung aus Revolution 3.0 eine feine Sache. Nach zehn Tagen auf der Fahrrad – eine ziemlich einsame Form der Reise – hatte sich mein Sprechbedürfnis massiv erhöht: Ideale Voraussetzungen also für Vortrag und Sozialisieren.

Im Garten der Villa des Literarischen Colloquiums

Verlegerin Yvonne-Denise Köchli vor dem Stand des Xanthippe-Verlages

chorherr_potrait

Christoph Chorherr im Freitritt-Interview: “In zehn Jahren halb so viele Autos in der Stadt”

ImageMit der Entscheidung der Wiener Stadtregierung, die Parkraumbewirtschaftung in Wien zu erweitern, die Bevölkerung aber erst danach um ihre Meinung zu fragen, geht der politische Kampf um das Autofahren in der Stadt weiter. Ich habe den Grünen Planungssprecher Christoph Chorherr, der vielen als Mastermind hinter der Grünen Verkehrspolitik gilt, zum Gespräch über Mobilit, weitsichtige Stadtplanung und das Leben im Speckgürtel getroffen.

Hier der Link zu Freitritt, dem Radblog der Wiener Zeitung

Anne Headaway, eine der Gründerinnen der Rollergirls. Foto: Andreas Jakwerth

Reportage in der Wienerin: Wo die wilden Mädels wohnen

Starke Frauen, männliche Cheerleader und ein Hüftschwung, der umhaut: Roller Derby ist schnell, körperbetont und schweißtreibend. Dabei purzeln nicht nur die Gegenspielerinnen auf dem glatten Parkett: Sondern auch Geschlechterklischees werden gehörig durcheinander gewirbelt. Zu Besuch bei den Vienna Rollergirls.

Meine Reportage für die aktuelle Wienerin, mit Fotos von Andreas Jakwerth

Continue reading

normal_William-Adolphe_Bouguereau-Satyr_mit_Nymphen

Glosse in Extra: Der Faun am Fluss

Mit der blauen Stunde näherte sich der Faun und gesellte sich zu uns. Spielte jedoch kein Lied auf Panflöte oder Schalmei. Und auch vom Grill-Fleisch nahm er keinen Bissen. Fragte bloß, ob alles in Ordnung sei, mahnte uns – wie immer -, die Natur zu achten, lächelte freundlich in die Runde und verschwand gleich wieder in die selbe Richtung, aus der er erst gekommen.

In der griechischen Mythologie ist der Faun (der dort Satyr heißt) eine Art Waldgeist im Gefolge des Dionysos. Ein Symbol der Natur, des Blühens und der Lebenslust: frei, ungezügelt, immer lüstern, Schlecker draußen den Nymphen hinterher. In unserer so produktiven, aber entmystifizierten Zeit ist derlei Tun allein zu wenig. Auch ein Faun muss arbeiten. Etwa als Dienstnehmer der MA 45 (Wiener Gewässer) in der Abteilung „SoKo Donauinsel“.

Sein Aussehen ist zeitgemäß: Er galoppiert nicht auf Bockfüßen dahin, ihm wachsen keine Reben aus den Ohren – wozu sollte das auch gut sein? Stattdessen fährt er Rad. Die Federn, die ihm aus dem Helm ragen – eine links, eine rechts von der Stirn – offenbaren seine magische Natur. Ebenso wie die zierliche Gestalt und in den Äuglein: das listige Funkeln.

Die Verortung seiner inselhaften Existenz ist natürlich kein Zufall. Überwindet doch das Freizeitareal ein Paradox auf fast schon magische Weise: Schafft Natur, wo eigentlich Stadt wäre. Gebiert einen Ort für alte Tugenden: für das Träumen, Tanzen und Tollen im Wasser – für das Hantieren mit Feuer und für die Zärtlichkeiten der Nacht. Mit der Insel realisierte die Stadtverwaltung in den 1980er-Jahren eine Idee, die inzwischen – Jahrzehnte später – in verschiedenen Städten der Welt Nachahmer findet. Zuletzt las ich von Nashville, Tennessee, wo aus der industrialisierten Uferzone ebenfalls ein wenig kommerzielles Erholungsgebiet entstand, wo man auch dort den Versuch startete, das Grün in die Stadt zu holen.

Wäre das Leben in Wien im Sommer ohne Insel möglich? Ich denke, nicht. Bis 11.30 Uhr geht es noch, da kann ich arbeiten. Auch Sport ist möglich. Danach jedoch legt sich die schwüle Hitze schwer um meine Glieder. Während der Ventilator seine Kreise dreht, lieg ich darunter, schwitzend. Das Blut gerinnt. Das Hirn: im Dämmerzustand. Phantastereien, Erinnerungsfetzen, Visionen verlorener Momente. Riefe mich in diesen Momenten keiner an – ich wäre wohl schon lange tot. Einfach langsam, immer langsamer geworden, um irgendwann ganz stehen zu bleiben wie eine alte Uhr, vergessen in der Schublade.

Der Ruf bringt alles durcheinander. Aus Lethargie ward Schwung. So glücklich, aufzustehen, rauszugehen. Als hätt’ mein Leben dieses Tages keinen anderen Sinn. Zehn Minuten auf dem Fahrrad, dann wird getaucht, getauft vom frischen Leben. Ein neuer Mensch werd ich an diesem Nachmittag.

Derweil, am Ufer sitzt der Faun, wackelt die Zehen im Nass. Er lächelt, und – zum Gruß – zieht er den Federhut.

Erschienen am 13. Juli 2012, in der Wochenendebeilage EXTRA der Wiener Zeitung

Freitritt_Logo_Farbe

Freitritt, der Radblog der Wiener Zeitung auf FM4

Der Radiosender FM4 widmete sein Pogramm am 30. April 2012 dem Fahrrad. Ein Beitrag drehte sich um das Radmanifest von Freitritt, dem Radblog der Wiener Zeitung und der IG-Fahrrad: Hier die Links zu den Artikeln: http://fm4.orf.at/stories/1697949/ und http://fm4.orf.at/radio/stories/1697959/

IMG_9047

Platz Da! Jetzt kommen wir Radfahrer!

Nie zuvor hatten Wiens Radfahrer mehr Fürsprecher, nie zuvor genossen sie mehr Sympathien in der Öffentlichkeit. Dennoch kommt ihnen nur ein Bruchteil des öffentlichen Raumes zu. Warum eigentlich? Artikel in der Wiener Zeitung

Critical Mass im März 2012. Foto: Walter Skokanitsch

IMG_9141

Wiener Zeitung startet Rad-Manifest

Critical Mass im März 2012. Foto: Walter Skokanitsch

Die “Wiener Zeitung” unterstützt die Fahrrad-Kampagne der britischen “Times” und deren Kampagne zur Erhöhung der Radverkehrsfreundlichkeit mit einem Manifest für ein radverkehrsfreundliches Österreich. Auch in Österreich und da vor allem in den städtischen Ballungszentren soll Fahrradfahren sicherer und angenehmer werden. Zusammen mit der Radlobby IG Fahrrad haben wir deshalb einen Entwurf zur Verbesserung der Radsicherheit in Österreich ausgearbeitet, den wir in den nächsten vier Wochen mit den FahrradfahrerInnen diskutieren wollen. Aus den Vorschlägen, Anregungen und Ideen erstellen wir eine endgültige Fassung des Manifests, das an die österreichischen Parlamentsparteien gehen wird. Damit wollen wir einen gemeinsamen Standpunkt zu den nötigen Verbesserungen für Österreichs AlltagsradfahrerInnen entwickeln.

Hier unterstützen und verbreiten!

Freitritt_Logo_Farbe

Freitritt – Der Wiener Zeitung Fahrrad-Blog

Ab sofort ist es soweit: Mein Fahrradblog “Freitritt” (Dank an Francesco Campagner für den großartigen Titel!) für die Webseite der Wiener Zeitung ist online. Für den Start haben wir uns gleich eine Menge vorgenommen. Inspiriert von der Rad-Sicherheits-Kampagne der britischen Times haben wir etwas ganz ähnliches für Österreich ausgetüftelt. Zusammen mit der Fahrradlobby IG-Fahrrad entwarfen wir ein Manifest, das wir in den nächsten Tagen im Netz (und auch außerhalb) diskutieren wollen. Und am Samstag wird es ein Porträt von Manfred Schindler geben, einem faszinierenden Mann, der trotz oder besser wegen seiner schweren Gehbehinderung in Wien mit dem Fahrrad unterwegs ist…Viel Vergnügen beim Lesen! Weiter strampeln!

Bernold_Revolution_cover_Layout 1

Das Buch von Matthias Bernold, Sandra Larriva: Revolution 3.0 Die neuen Rebellen und ihre digitalen Waffen

Was verbindet den grünen Tübinger Bürgermeister Boris Palmer, den Thurgauer Papierindustriellen Daniel Model und den Wiener Studenten und Online-Experten Luca Hammer mit der ägyptischen Online-Radiomacherin Aman El Tunsi, mit der isländischen Bürgerrechtsaktivistin Birgitta Jonsdottir oder mit Sogol Arthunis aus Teheran, die als Teil der Widerstandszelle “uprising” gegen das Mullah-Regime mobil macht?

Sie alle stehen – so unterschiedlich ihre Ziele auch sein mögen – für eine neue Form des politischen Protests. Eines Protests, der sich eines digitalen Waffenarsenals bedient, um zu mobilisieren, Meinungen zu bilden und etablierte Machtverhältnisse herauszufordern.

Ob sie nun wie Regimekritikerin Sarrah Abdelrahman dafür gekämpft haben, einen autoritären Staatschef aus dem Amt zu hieven; ob sie wie Palmer gegen ein Bahnhofsprojekt auf die Barrikaden gehen; ob sie wie Model aus Verdruss über Demokratie und Sozialstaat einen autonomen Staat ausrufen: Den neuen Rebellen stehen Instrumente zur Verfügung, um die sie die Aufständischen vergangener Tage beneidet hätten.

Digital vernetzt verbreiten sie ihre Vorstellungen, verabreden sich zu Protestmärschen oder gar zum bewaffneten Kampf. In Sekundenschnelle, dezentral und unter Umgehung staatlicher Zensur. Im politischen Spektrum befinden sich diese Rebellen mitunter links, mitunter rechts vom Mainstream. Mitunter ist es gar nicht leicht, sie in eine politische Schublade zu stecken.

Aber sind die neuen Gegenbewegungen wirklich erfolgreicher als ihre Vorgänger? Sind sie Ausdruck erstarkten Demokratiebewusstseins oder untergraben sie unsere demokratischen Fundamente? Nehmen sie dauerhaft Einfluss auf die Gesellschaft? Oder verpuffen sie so schnell wie sie gekommen sind? Und: Wie stellen sich die politischen Kasten ihren virtuellen Herausforderern entgegen?

CHF 34.-, Euro 19.-

ISBN 978-3-905795-13-4

Jänner 2012

http://www.amazon.de/Revolution-3-0-politischen-Rebellen-Waffen/dp/3905795132

schweiz

Wie seltsam wirtschaften Gemeinden? Kommunen langten bei Franken-Krediten kräftig zu


Just als der Kurs des Franken von Hoch zu Hoch eilte, vervielfachten die Gemeinden ihre Fremdwährungskredite. Warnungen wurden überhört, Experten sind irritiert.

Continue reading

Follow

Get every new post delivered to your Inbox.