Glosse: Herzliche Grüße aus Dungeon Land: Mama, hier ist es sehr schön

23 03 2010

Tourismuswirtschaft

Asiatische Kampfkunst lenkt die Gewalt des heranstürmenden Gegners zu dessen Nachteil um. Eigene Schwäche wird so zur Stärke: Dieser Strategie muss sich auch der heimische Tourismus bedienen, angesichts des internationalen Medieninteresses an Unholden österreichischer Prägung. Scheusale à la Fritzl, Priklopil & Co, die Minderjährige in Verliesen quälen, bieten Stoff für zahlreiche deutsche und britische Fernsehdokus: Ständig werden weitere gedreht. Was man als Imageschaden für unsere Kulturnation bedauern kann, hat – aus Sicht des Kampfkünstlers – ungeheures Potenzial. Jetzt ist die Zeit, Dungeon-Tours nach Strasshof anzubieten. Jetzt braucht der Wurstelprater eine Fritzl-Bahn. Jetzt gehört Sachertorte durch Kremser Stollen ersetzt. Will denn niemand ein Musical komponieren?

“Falter” Nr. 12/10 vom 24.03.2010 Seite: 6 Ressort: Falter & Meinung





Warum die Machete der Kettensäge im Ernstfall vorzuziehen ist

12 03 2010

Entgegen landläufiger Meinung ist die Kettensäge kein ideales Mittel zur Selbstverteidigung. Zwar suggerieren Filme wie „Army of Darkness“ oder „Texas Chainsaw Massacre“ das Gegenteil, doch warnt bereits Buchautor Max Brooks im „Zombie Survival Guide“ vor der lärmenden und unhandlichen Maschine: Sie schneide „mühelos durch Fleisch und Knochen“, schreibt er, in Wirklichkeit aber habe die Motorsäge „einen extrem niedrigen Platz in der Rangordnung der Waffen“. Wie Recht Brooks hat, zeigt der sonntägliche Angriff am Praterstern, als es dem Täter nicht gelang, die Kettensäge anzuwerfen. Brooks Waffe der Wahl ist übrigens die Machete – zuletzt von der Berliner Poker-Bande mit Bravour eingesetzt. Diese Truppe hat im Unterschied zum Wiener Dilettanten ihre Hausaufgaben gemacht: Lesen bildet eben!

Glosse im “Falter” Nr. 10/10 vom 10.03.2010 Seite: 6 Ressort: Falter & Meinung





Mediaforschung: Warum werben Sie mit Frauen für Whopper, Herr Mesaric?

12 11 2009

 

Alltagssituation in einer Westernstadt: Am Schuppen lehnt ein Cowboy und klemmt seine Daumen in den Hosenbund. Vor ihm posieren eine Blondine und eine Brünette, die zum Negligé Revolver und hochhackige Schuhe tragen. Ihr Blick: herausfordernd.

Diese angefeuchtete Variante einer Karl-May-Fantasie ist der jüngsten Plakat- und Printkampagne der Restaurantkette Burger King entschlüpft, die damit auf ihren neuen Western Whopper – ein 752 Kalorien starker Hamburger mit Speck und Barbecuesauce – aufmerksam macht. „Wir wollten eine Werbelinie mit mehr Emotion und mehr Menschen“, erklärt dazu Harald Mesaric, Chef der Werbeagentur z-works.

Die neue Kampagne ist mit November in Österreich und in der Schweiz angelaufen. Beim Fotoshooting in der Brigittenauer Millennium City traf Aktfotograf Manfred Baumann auf Modelle wie etwa Anna Hammel, die Miss Austria 2009. Mit den Maßen 90-63-92 entspricht Hammel, rehäugig, aus Gmunden, nicht dem Bild, das man sich gemeinhin von Fast-Food-Konsumentinnen macht. Widerspruch im Werbekonzept sieht Mesaric dennoch keinen. Erstens habe man Mädchen gewählt, „von denen Beobachter sagen: Das könnte auch ich sein.“ Zweitens werde niemand von einem einzigen Western Whopper dick und unansehnlich.

Auch seien nicht diätaffine Frauen Zielgruppe, sondern fleischeslustige Männer. Die reagieren, weiß der Werber, auf elementare Reize. Und verfügen offenbar über das nötige Abstraktionsvermögen, von Frauenleib auf Fleischlaberl zu schließen. „Wir konnten in den letzten neun Jahren tun, was wir wollten“, sagt Mesaric, „aber die Resonanz war minimal.“ Nun sei es anders. „Die Leute“, sagt er, „interessieren sich eben vor allem für Sodom und Gomorrha. Leider.“

Falter” Nr. 46/09 vom 11.11.2009 Seite: 21 Ressort: Medien





Denk doch nicht so viel nach: Hackel lieber!

11 11 2009

Machen statt Schlafen, Schimpfen, Träumen“ lautet die neue Kampagne der Wiener ÖVP. Endlich affichiert jemand, was längst gesagt gehört: Mit Schlafen beginnt der Müßig- und der Untergang. Im Bett sterben die Leut. Zumindest sind sie unproduktiv. Zwischen Schlafen und wohlig Räkeln ist nur ein Augenblick. Wer liegt, hat vielleicht die Hände unter der Tuchent oder – schlimmer – brütet vor sich hin. Träumt von der Zukunft, von Pensionen, Berufschancen oder – noch lächerlicher – von sozialer Gerechtigkeit oder Klimaschutz. Wenn er aufsteht, ist sein Hirn so voll mit Dreck, dass er schimpfen, geifern, aufbegehren muss. Er besetzt Unis, blockiert sogar den Autoverkehr. Dem Ratschlag der ÖVP ist zu folgen: Bürger, lasst die Politiker machen! Selbst wenn euch deren Ideenlosigkeit langweilt: Schlaft bloß nicht ein.

Falter” Nr. 46/09 vom 11.11.2009 Seite: 6 Ressort: Falter & Meinung





Dolm der Woche: Christoph Gruber Cartellverband-Chef

11 11 2009

Christoph Gruber will nicht, dass sich Studenten in alles einmischen

Sieht aus wie ein Dolm, redet wie ein Dolm und ist: ein CVler! Wir wissen schon, auf Altherrenseilschaften hinhacken, bloß weil sie ulkige Kappen tragen, ist boshaft und gemein. Wer es aber so vehement einfordert wie Christoph Gruber vom Cartellverband, der verdient es nicht besser. Schlimm genug, dass er zur ORF-Sendung „Im Zentrum“ im Wichs erschien und aussah wie der Villacher Faschingsprinz, hatte er während zwei Stunden Diskussion nichts zu sagen, außer: dass Studenten zu gesellschaftlichen Fragen schweigen sollen. Guter Gedanke, Herr Gruber. Jeder kümmere sich um seinen eigenen Kram: Studenten um die Mitschrift, Omis um die Pension, Banker um die Marie. Und für Sie organisieren wir demnächst eine Diskussion, die Sie mehr interessiert. Etwas rund um Korpsgeist und Klüngel zum Beispiel.





Die Watschen sind zu wenig: Markus Rogan braucht mehr Biss

3 08 2009

Die Straße zum Ruhm ist von Staub bedeckt. Und wer Nationalheld in Österreich werden will, muss sich in diesem Staub wälzen wie ein Wiener Schnitzel in der Panier. Talent, Fleiß und Beharrlichkeit in Ehren. Aber zur Ikone braucht es mehr: Vor Aufstieg kommt Fall, vor Glück kommt Elend. Wer Achtung will, muss leiden. Das war bei Thomas Muster so, der in ein Auto lief, um, als der Trümmerbruch verheilt war, zu triumphieren. Oder bei Hermann Meier, der nach spektakulärem Motorradunfall zurück in die Siegeszone raste. Markus Rogan, der Aal unter den österreichischen Nationalheldenschaftsanwärtern, hat diesen Zusammenhang durchschaut, agiert aber noch zu verhalten. Ein paar Watschen vom römischen Türlsteher reichen nicht. Da muss Ärgeres her, ein Haibiss zum Beispiel. Sonst wird es nix mehr mit dem Ruhm.

Glosse in Falter 32, Seite





Fühlt sich gut an: Plädoyer für eine neue Politik aus dem Bauch

3 06 2009

Das Bundesheer bleibt also im Assistenzeinsatz. Zwar sind sich alle einig, dass die Soldaten die Grenzen nicht sicherer machen, aber dafür – argumentiert Bundeskanzler Werner Faymann – werde das subjektive Sicherheitsgefühl der Bevölkerung gestärkt. Diese mutige Entscheidung ist zu begrüßen. In einer Welt, in der alles immer komplizierter wird, muss Kopf weg und Bauch ran. Gefühlsechte Lösungen passen für jedes Problem: Gegen die Angst vor Jobverlust setzen wir einen Gewerkschaftsfunktionär in jedes Büro. Angst vor Armut oder sinkender Pension? Wir drucken “Du bist reich” auf jeden Kontoauszug. Gegen Todesangst helfen Politiker, die uns ein Kreuz unter die Nase halten. Es gibt nichts, das sich nicht mit Gefühlspolitik bekämpfen ließe. Außer vielleicht das Gefühl, hier mächtig für dumm verkauft zu werden.

“Falter” Nr. 23/09 vom 03.06.2009 Seite: 6 Ressort: Falter & Meinung





Umgangstöne

10 03 2009

In der Woche, in der Israel eine neue Knesset wählte, begab ich mich nach Tel Aviv, um Freunde zu besuchen. Schon dreieinhalb Stunden vor Abflug stand ich vorm Schalter der Fluglinie El Al. Eine gute Entscheidung. Denn die Sicherheitskräfte nützten jede Minute: Zusätzlich zur normalen Gepäcks- und Personenkontrolle ging ich durch drei Einvernahmen. Einer, der mit mir sprach, war besonders argwöhnisch: Er ließ mich erst passieren, nachdem er meine vier Bekannten in Israel angerufen hatte und diese ihn von meiner Harmlosigkeit überzeugten.

Nun gehöre ich zu den Menschen, die eindringliches Befragt-Werden durch Sicherheitsorgane als unangenehm empfinden. Ich meine, es ist erniedrigend, in Socken umhergehetzt zu werden, und es nervt, wenn ein Fremder meine Unterhosen im Koffer durchwühlt. Dies vorausgeschickt, hätte die Reise unerträglich sein müssen, zeichneten sich die vielen israelischen Inspektoren nicht durch folgende Eigenschaften aus: Freundlichkeit und Respekt.

„Es tut mir leid, ihnen Umstände machen zu müssen“, „Sie wissen, es ist zu ihrer Sicherheit“, „Wir danken ihnen für die Kooperation“: Die Wachleute in dem waffenstarrenden kleinen Land am Mittelmeer, das zugleich lebendige Demokratie wie es – in den besetzten Gebieten – als Polizeistaat auftritt, kompensieren die Intensität der Kontrollen durch höflichste Umgangsformen. (Zumindest, wenn man kein verdächtig scheinender Araber ist.) In Jahrzehnten, in denen sich Krieg und Friedensverhandlungen, Intifada und Siedlungsbau, Selbstmordattentate und Vertreibungen, Raketenangriffe auf Zivilisten und Luftschläge in Wohngebieten abwechselten, sind rigorose Sicherheitsmaßnahmen selbstverständlich und professionell geworden. Wo jeder Mann und jede Frau drei Jahre Wehrdienst leisten, wo vor den Eingängen der Kaufhäuser Metalldetektoren stehen. Wo Krieg- oder Kriegsgefahr vor der Haustür lauern und jede Wahl über die Positionierung zum Konflikt gewonnen oder verloren wird, kommen einem viele der Sicherheitsprobleme Zentraleuropas lächerlich vor. Vielleicht erklärt das die Gelassenheit der Polizei im Alltag.

„Shalom. Ich sehe, Sie fahren ein Mietauto, sind Ausländer und kennen vermutlich die Gesetzeslage nicht“, sagte der junge Polizist, der mein Fahrzeug auf der Autobahn nach Umm el Fahm gestoppt hatte. „Telefonieren am Steuer ist mit einer Geldstrafe von 2000 Schekeln bedroht. Bitte machen sie es in Zukunft nicht mehr. Gute Fahrt.“

Ebenso höflich verliefen die Kontrollen während der Rückreise. Zwei mal wurde mein Koffer aus- und wieder eingepackt und auf Sprengstoffe untersucht. Rau wurde der Umgangston jedoch erst wieder bei der Passkontrolle nach der Landung in Wien. „Was ist mit dir?“ herrschte ein Staatsorgan den Mann vor mir an, „Hast du keine Augen im Kopf? Bleib bei der orangen Linie stehen!“

glosse im extra






Bremsenlos trendy

10 06 2008

„Ein Bahnrad ist sexy“, behauptet Dave, der gerade frisch in meine WG gezogen ist und der sich jetzt eines kaufen will. Dave hat ein sicheres Gespür für Trends. Und Bahnräder, weiß Dave, sind in New York der letzte Schrei.

Ein Bahnrad ist ein Fahrrad ohne Bremsen und ohne Gangschaltung. Jedes überflüssige Gramm wurde eingespart, um auf der Rennstrecke entscheidende Zehntel- oder Hundertstelsekunden gutzumachen.

In Stadtverkehr sind Bahnräder unpraktisch und unsinnig. Das gilt schon für Wien, wo man auf dem Ringradweg alsbald mit einer Touristengruppe kollidieren würde. Es gilt aber in noch weit höherem Maß für New York. Denn diese Stadt ist für Tretende die Hölle.

Vergessen wir einmal die Qualität der Straßen mit ihren tiefen Schlaglöchern, mit den Asphaltfugen und den gemeingefährlichen Kanaldeckeln, in denen die Reifen hängen bleiben. Vergessen wir die immer blockierten oder verparkten Fahrradstreifen. Das Problem ist, dass New Yorks Autofahrern kein Konzept eines Rad fahrenden Menschen haben: Es ist, als gäbe es Radfahrer gar nicht. Man wird geschnitten. Des Vorranges beraubt. Oder – und das ist eine der größten Gefahren – man kollidiert mit einer sich plötzlich öffnenden Autotür. Alle paar Wochen kommt ein Radfahrer im Straßenverkehr zu Tode.

Es ist eine absurde Irrung, dass das Bahnrad in New York zum unentbehrlichen Stilmittel werden konnte. Aber im Stadtteil Williamsburg in Brooklyn, wo Trends geboren und aufgezogen werden. Wo man zuerst Frauen in bunten Gummistiefeln und Männer in hautengen Skinny Jeans und übergroßen 80er-Jahre Hornbrillen erblickte. Dort, bei den jungen Kreativen gibt es keine anderen Räder mehr. Als wären entbehrliche Einfältigkeiten wie Bremsen, Klingeln, stoßgedämpfte Gabeln oder Gepäckträger überhaupt nie erfunden worden.

Wer sich diese Mode ausgedacht hat, weiß ich nicht. Vielleicht die Fahrradboten. Diese tätowierten, wadenmuskelbepackten Helden der Großstadt, die in aberwitzigem Tempo durch die Autokolonnen mäandern, sind häufig auf den Spezialrädern unterwegs. „Ich brauche die Bremse eigentlich nicht“, erklärt mir einer von ihnen und betrachtet dabei so verächtlich das Einkaufskörbchen an meinem Lenker, dass ich mich augenblicklich dafür schäme. Er arretiert sein Rad gerade am selben Laternenmast, von dem ich meines löse. „Ich bleibe selten stehen“, sagt er, „sollte es doch einmal nötig sein, dann mache ich es so: Ich hebe mit einem Ruck den Hinterreifen an und stemme mich gegen die Pedale. Dann lasse ich das blockierende Hinterrad hinunter und bleibe mit einem Schleiferl stehen“.

Das – muss ich mir eingestehen, während ich noch überlege, mein Einkaufskörbchen abzuschrauben – hat dann doch wieder etwas. Sollte ich umsatteln?

Glosse im Extra, der Wochenendbeilage der Wiener Zeitung





Trinkgeld inakzeptabel

29 03 2008
Drei mickrige Shrimps in dicker Panier auf einem Häufchen kaltem Erdäpfelpüree. Dazu ein Tiegelchen mit Honigchili-sauce. Das Ganze wird mich dreizehn Dollar kosten, und – das weiß ich sofort – nicht sättigen. Der Kellner hat mir das Gericht empfohlen, nachdem er mich zwanzig Minuten hatte warten lassen. Es schmeckt mir überhaupt nicht, aber Studienkollegin Nadja aus Kanada ist heute 30 Jahre alt geworden und allein deshalb schon traurig. Da will ich ihr die Laune mit Beschwerden nicht noch mehr verderben. Ich spüle den Ärger mit Corona-Bier hinunter.

Zwanzig Leute sitzen an drei Tischen, die für die Geburtstagsfeier zusammen geschoben wurden. Während ich noch im Püree stochere, beginnt der Kellner, leere Sessel zu entfernen. Dann zieht er mir plötzlich den Tisch samt Teller unter der Gabel weg. “Sorry” , sagt er lapidar, “dieser Tisch ist für 20.30 Uhr reserviert” . Beim Zahlen gebe ich nur zwei Dollar Trinkgeld. Für dieses Service, so meine Überlegung, ist das immer noch zu viel. Doch der Kellner sieht das anders: “Zwei Dollar sind nicht akzeptabel” , sagt er.

Welches “Tip” akzeptabel ist und welches nicht, beschäftigt offenbar nicht nur mich und meinen Kellner. Eine Woche nach dem Besuch im “Havana Central” stellt die “New York Times” in einem langen Artikel die Frage, wie man Servierpersonal vor ausländischen Touristen schützen könne, “die sich nicht den lokalen Trinkgeldgebräuchen beugen wollen” . Die Vorschläge des Zeitungs-reporters reichten von fixen Aufschlägen von rund einem Fünftel des Rechnungsbetrages, wie sie schon jetzt in manchen Restaurants üblich sind, bis zu einer Trinkgeldpauschale für Touristen. “Allerdings könnte dies” , merkte der Autor weitsichtig an, “zu Diskriminierungsbedenken führen” . Auch sei es nicht immer leicht, Touristen nur aufgrund des Äußeren von Einwanderern zu unterscheiden.

Nun will ich mich den lokalen Gebräuchen ja nicht verschließen. Ich gebe gerne Trinkgeld. Nicht zuletzt, weil das Service hier um Klassen besser ist als in Wien. Es ist schneller, freundlicher und aufmerksamer. Und ohne die penetrante Aufdringlichkeit, wie in anderen Landesteilen der USA.

Klappt es mit dem Service einmal nicht so gut, fällt einem das umso mehr auf. Nach einigen Minuten zähen Verhandelns mit dem Kellner im “Havana Central” erhöhe ich das “Tip” um einen weiteren Dollar. Er fühlt sich dennoch ungerecht behandelt und ist beleidigt. Nur nicht aufregen, denke ich, als ich mir auf dem Gehsteig vor dem Lokal eine Zigarette anzünde. Der erste Zug hätte mir Erleichterung verschaffen sollen, da legt sich eine Hand auf meine Schulter. Es ist die des Kellners. “Könnten Sie bitte nicht vor dem Lokal rauchen” , sagt er, “es weht den Rauch nämlich ins Lokal, und das ärgert die Gäste.”

Glosse in der Wiener Zeitung