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Gefahr durch Sozialismus?

Fox News and some McCain voters fear that the US could turn to communism if Obama gets elected

Fox News and some McCain voters fear that the US could turn communistic...

Zwei Stunden nach Ende der zweiten TV-Präsidentschaftsdebatte zählte das Online Forum des konservativen TV-Senders Fox News bereits mehr als 19.000 Einträge. Die Debatte zirkelte um die Frage: Erobert der Sozialismus die USA?

Ein paar Leseproben:

Dale: „Ich hätte nie gedacht, dass ich den Tag erleben muss, an dem Amerika, das Land, das ich liebe und für das Generationen kämpften und starben, an der Schwelle steht, einen Sozialisten oder Kommunisten zu wählen. Amerika erwache!“

Brian Wilkins: „Warum nennt jeder Obama einen Sozialisten? Wisst Ihr überhaupt, was das bedeutet?“

Roy D. Hensley: „Der einzige Weg für dieses Land, zu überleben, ist nicht Ökonomie oder Gesundheitsvorsorge, sondern der moralische Standpunkt und der Glaube. Ich gebe zu, ich bin McCain/Palin-Unterstützer. Weil die beiden näher dran sind an Gott.“

Frankenstein: „Der Steuergeld verprassende Liberale hat die Debatte verloren. Er hat seine sozialistische Politik nicht besonders gut verteidigt.“

MR TAXMAN: „Krankenversicherung, Sozialhilfe, Essensmarken, Wohnbeihilfe – das sind keine Rechte! Es ist eine immense Belastung für Steuerzahler. Demokraten lieben es, die Armen mit staatlicher Hilfe zu ködern. So erzeugen sie Untertanen.“

Republican for Life: „Die Medien kontrollieren die Umfragen, und die Medien sind links-liberal. Geben alles für Obama. Aber wenn der Wahltag kommt, wird  McCain einen Erdrutschsieg einfahren. Obamas Politik ist sozialistisch und marxistisch. Er ist Freund eines Terroristen. Übrigens: Seine Frau hasst alle Weißen.“

MB: „Ich bin so wütend, dass die Medien immer auf der Seite der liberalen Rebellen stehen.“

Mike: „Egal welcher Kandidat gewinnt, Amerika bewegt sich in Richtung Sozialismus. Ich fürchte, dass die freie Marktwirtschaft in Gefahr ist. Ich kann nur beten, dass ich falsch liege.“

Chelsea Brannon: „Was ist so falsch mit Amerika, dass wir einen Hitler-artigen Führer brauchen? Ich bin stolz, Amerikanerin zu sein und hoffe, dass die Leute Obama durchschauen.“

ROADTRIP TO THE WHITE HOUSE

“What are Americans like today?” John Steinbeck wanted to know when he started the trip that he later turned into the book Travels with Charley. 50 years later, it is time to ask the same question again and to follow the great US-American writer’s trail.

This is a multimedia-reporting project. From August to November 2008, a group of international reporters will travel the United States to draw a profile of the USA in the election year. News is provided multilingual in a blog, in print articles, photos, interactive maps, audio-slideshows and/or video, depending on the demands of the media-organisations.

The tour investigates the key issues of these elections – immigration, health care, environment, crime, private possession of firearms and security. It picks up the voices of the men and women in the streets. It will be politics, episodes and anecdotes, a mosaic of stories, an attempt to describe the diversities and contradictions of this nation.

The journey will take us to the battleground states. We will explore the Mexican border and the Bible-Belt. We will compare big city urban areas to old and new suburbia and to the generally declining rural towns of America. We are going to see places hard hit by globalization. There will be excursions to Native American reservations, to places of school shootings and an investigation of the rebuilding process in New Orleans.

Coordinator of the tour is Matthias Bernold, who graduated from the Columbia University Graduate School of Journalism in New York City in May 2008. Bernold works for the Austrian daily newspaper Wiener Zeitung and for the Austrian weekly Falter.

Roadtrip to the White House in der Wiener Zeitung

US-Wahlkampf: Piepsstimme und Bibelsprache

New York. Andie Tucher war Fernsehjournalistin, bevor sie im Wahlkampf 1992 die Reden für Bill Clinton und Al Gore schrieb. Nach ihrem Ausflug in die Politik arbeitete sie für den Nachrichtensender ABC, bevor sie an der Columbia Universität in New York Geschichte zu unterrichten begann. Für die „Wiener Zeitung“ analysiert die promovierte Historikerin die rhetorischen Qualitäten der US-Präsidentschaftskandidaten.

Wer hält die besten Reden unter den Präsidentschaftskandidaten?
Viele bewundern Obama für seinen Stil. Es ist ein Stil, der tief verwurzelt ist in der Tradition afroamerikanischer Redner und Prediger. Ein Stil, den Martin Luther King perfektioniert hat. Das fühlt sich bei Obama richtig und mitreißend an. Hillary könnte nicht so reden. Sie hält andere Reden. Reden, die informativ sind, praktisch, die sie als jemand präsentieren, der bodenständig ist und seriös. Die Art der Rede sagt viel darüber aus, wie sich die Kandidaten inszenieren. Obama sagt: Ich will Leute inspirieren und zusammenbringen. Hillary sagt: Ich arbeite hart für euch. John McCaine ist jemand, der manchmal so wirkt, als würde er sich auf der Bühne nicht sehr wohl fühlen. Ähnlich übrigens, wie Al Gore, den viele als hölzern beschrieben. McCain macht die Leute nicht wirklich euphorisch. Auch wenn Reporter, die ihn näher kennen, schwören, er sei wahnsinnig unterhaltsam im kleinen Kreis…

Weiterlesen in der Wiener Zeitung

Artikel als pdf-file: wienerzeitung_tucher

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